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Die Geschichte der Kastration des Rüden ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Noch immer hält sich leider bei vielen Tierärzten, wie auch Trainern und Haltern, hartnäckig der Glaube daran, dass die Kastration ein chirurgisches Wundermittel bei unterschiedlichsten Verhaltensproblemen darstellt.

Aber eine Kastration kann niemals eine vernünftige Verhaltensbeeinflussung ersetzen. Und viele Probleme, die mit den Sexualhormonen – in diesem Fall mit dem Testosteron - in Verbindung gebracht werden, stammen aus völlig anderen hormonellen Regelkreisen und lassen sich durch die Kastration in keinster Weise beeinflussen. In diesem Artikel wollen wir genauer auf das Verhalten und die zugrunde liegenden physiologischen Zusammenhänge eingehen, mit vielen Vorurteilen aufräumen und versuchen, eine Entscheidungshilfe Pro oder Kontra Kastration zu leisten. (⇒durch anklicken öffnet/speichert die PDF)

 

Das oft als Dominanzverhalten interpretierte Verhalten des Hunderüden gegenüber seinem Halter oder seiner Halterin lässt sich kaum durch eine Wegnahme der Sexualhormone beeinflussen, da sich dahinter meist eine mangelnde Führungskompetenz des Menschen und nicht ein Dominanzstreben des Hundes verbirgt. Dominanz im verhaltensbiologischen Sinne ist keine Eigenschaft, sondern eine Beziehung, die von unten nach oben stabilisiert wird, und nicht andersrum. Einem Tier, dessen Dominanz anerkannt wird, werden freiwillig Privilegien zugestanden, sprich es kann jederzeit seine Interessen ohne den Einsatz von Gewalt gegen den anderen durchsetzen. Ein wirklich dominantes Tier ist souverän und hat keine Aggression nötig! Peter Ganßloser

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